Leitkarte beim Kartentrick einfach erklärt

Leitkarte in der Kartenzauberei verständlich erklärt

Eine Leitkarte ist eine Karte, an der sich der Zauberkünstler während eines Kartentricks orientiert, um eine andere Karte später sicher wiederzufinden oder den Ablauf besser zu kontrollieren. mehr...

Der Begriff klingt zunächst unscheinbar, ist in der Kartenzauberei aber sehr praktisch. Eine Leitkarte muss nicht die gewählte Karte des Zuschauers sein. Oft ist sie eine benachbarte Karte oder eine Karte, die dem Zauberkünstler als stiller Orientierungspunkt im Kartenspiel dient.

Für das Publikum bleibt die Leitkarte völlig unauffällig. Es sieht nur ein Kartenspiel, das gemischt, abgehoben oder ausgebreitet wird. Der Zauberkünstler dagegen weiß: An dieser Stelle im Kartenspiel befindet sich ein Hinweis, an dem er sich später orientieren kann. Ein bisschen wie ein Lesezeichen – nur eben deutlich diskreter und ohne Eselsohr.


Was bedeutet Leitkarte?

In vielen Kartentricks ist die Leitkarte eine Art geheimer Wegweiser. Der Zuschauer merkt sich seine Karte, legt sie zurück, das Kartenspiel wird scheinbar frei behandelt – und später findet der Zauberkünstler genau die richtige Karte wieder. Für das Publikum wirkt das wie gutes Gespür, Erfahrung oder ein sehr wacher Blick.


Beispiel: So kann eine Leitkarte entstehen

Ein einfaches Beispiel zeigt gut, was mit einer Leitkarte gemeint ist:

Der Zauberkünstler blättert das Kartenspiel durch. Der Zuschauer sagt an einer beliebigen Stelle „Stopp“. An dieser Stelle wird das Kartenspiel getrennt. Der Zuschauer merkt sich die oberste Karte des unteren Stapels.

Währenddessen kann sich der Zauberkünstler unauffällig die unterste Karte des oberen Stapels merken. Diese Karte wird zur Leitkarte.

Nun legt der Zuschauer seine gemerkte Karte zurück auf den unteren Stapel. Anschließend wird der obere Stapel wieder auf den unteren Stapel gelegt. Dadurch liegt die Leitkarte direkt über der Zuschauerkarte.

Wird das Kartenspiel später mit der Bildseite nach oben von rechts nach links auf dem Tisch ausgebreitet, liegt die Zuschauerkarte direkt vor der Leitkarte. Der Zauberkünstler muss also nicht raten, sondern orientiert sich an der Karte, die er sich zuvor gemerkt hat.

So wird die Leitkarte zu einem stillen Wegweiser im Kartenspiel. Für das Publikum wirkt es, als hätte der Zauberkünstler die gewählte Karte auf besondere Weise wiedergefunden. Tatsächlich nutzt er eine Karte, die ihm als Orientierungspunkt dient.


Leitkarte und Marked Deck

Besonders interessant wird der Begriff Leitkarte in Verbindung mit einem Marked Deck, also einem markierten Kartenspiel. Bei einem Marked Deck kann der Zauberkünstler Wert und Symbol einer Karte von der Rückseite ablesen, ohne die Vorderseite offen zu sehen, was dann noch unauffälliger ist.

 


Wofür wird eine Leitkarte verwendet?

Eine Leitkarte wird verwendet, um eine bestimmte Position im Kartenspiel wiederzufinden. Das kann bei einfachen Kartentricks ebenso hilfreich sein wie bei längeren Routinen mit mehreren Phasen.

Typische Einsatzbereiche sind das Wiederfinden einer gewählten Karte, das Kontrollieren einer bestimmten Position im Kartenspiel, das saubere Weiterführen einer Kartenroutine und das unauffällige Orientieren beim Ausbreiten der Karten.

Für Einsteiger ist der Gedanke einer Leitkarte oft hilfreich, weil er zeigt: Nicht jeder Kartentrick lebt von schnellen Fingern. Manchmal geht es schlicht darum, einen guten Orientierungspunkt zu behalten und diesen natürlich in die Vorführung einzubauen.


Leitkarte, Stripper Deck und vorbereitete Kartenspiele

Eine Leitkarte kann auch im Zusammenhang mit vorbereiteten Kartenspielen eine Rolle spielen. Bei einem Stripper Deck Bridge-Format oder einem anderen speziell präparierten Kartenspiel steht zwar meist die besondere Eigenschaft des Kartenspiels im Vordergrund, trotzdem hilft das Verständnis von Orientierungspunkten beim sauberen Vorführen.

Ein Stripper Deck wird vor allem genutzt, um gezogene Karten gezielt wiederzufinden. Ein Marked Deck hilft dagegen beim Erkennen von Wert und Symbol auf der Rückseite. Eine Leitkarte ist kein eigenes Trickkartenspiel, sondern eine Arbeitsidee: Sie gibt dem Zauberkünstler einen festen Punkt, an dem er sich orientieren kann.

 


Praxis-Tipp für Einsteiger

Wenn Sie mit einer Leitkarte arbeiten, sollten Sie vor allem das natürliche Handling üben. Die Leitkarte darf nicht wirken wie ein „wichtiger Gegenstand“, auf den Sie ständig achten. Sie sollte beiläufig wahrgenommen und später ruhig genutzt werden.

Legen Sie das Kartenspiel auf den Tisch, sprechen Sie mit dem Zuschauer und lassen Sie den Ablauf entspannt wirken. Je weniger Aufmerksamkeit Sie der Leitkarte sichtbar schenken, desto stärker wirkt der eigentliche Kartentrick.


Passende Produktempfehlung

Wer den Gedanken der Leitkarte praktisch erleben möchte, findet im Bicycle Marked Deck - Glance Edition ein interessantes Hilfsmittel. Bei diesem markierten Kartenspiel kann der Zauberkünstler Wert und Symbol einer Karte von der Rückseite erkennen. Dadurch eignet es sich gut, um mit Orientierungspunkten im Kartenspiel zu arbeiten.

Ebenfalls interessant ist das Deland Automatic Deck, weil es sowohl markiert als auch konisch vorbereitet ist. Es zeigt gut, dass unterschiedliche Präparationen unterschiedliche Aufgaben erfüllen können: erkennen, orientieren und gezielt wiederfinden.

Für Einsteiger, die eine gezogene Karte direkt wiederfinden möchten, ist außerdem das Stripper Deck Bridge-Format eine praktische Möglichkeit. Es ist kein Marked Deck, hilft aber dabei, die Funktion verschiedener vorbereiteter Kartenspiele besser zu verstehen.


Mehr Begriffe aus dem Zauberlexikon

Wenn Sie sich für Leitkarten interessieren, passen auch Begriffe wie Marked Deck, Stripper Deck, Svengali Deck und Trickkarten gut dazu. Im Zaubershop finden Sie außerdem passende Kartenspiele, Zubehör und leicht verständliche Tricks zum Zaubern lernen.

Zurück zur Kategorie L im Zauberlexikon | Zur Zauberlexikon-Übersicht

Zauberlexikon von A bis Z

Wählen Sie einen Buchstaben und entdecken Sie Begriffe aus Zauberei, Kartentricks, Mentalmagie und Close-Up-Zauberei.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Autor dieses Lexikonbeitrags

Dieser Beitrag wurde von New Magic Line erstellt. Die Inhalte beruhen auf praktischer Erfahrung mit Zauberartikeln, Kartentricks und der verständlichen Erklärung von Zauberbegriffen für Einsteiger und interessierte Kunden.

New Magic Line – Wer mehr wissen möchte: Über uns


Kurzzusammenfassung

Eine Leitkarte ist eine Karte, an der sich der Zauberkünstler während eines Kartentricks orientiert. Sie hilft dabei, eine gewählte Karte oder eine bestimmte Position im Kartenspiel später wiederzufinden. Die Leitkarte muss nicht die Zuschauerkarte selbst sein, sondern kann eine benachbarte Karte oder ein stiller Orientierungspunkt sein. Besonders interessant ist die Leitkarte in Verbindung mit einem Marked Deck, einem Stripper Deck oder anderen vorbereiteten Kartenspielen. Für Einsteiger zeigt der Begriff, dass viele Kartentricks nicht nur von Fingerfertigkeit leben, sondern auch von klaren Orientierungspunkten und natürlichem Handling.